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Gott.Vertrauen.Wagen

BONN/LIMBURG.- Vor 90 Jahren wurden die Grundlagen für das Päpstliche Werk für geistliche Berufungen gelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg waren 1926 die Folgen auch für die Kirche spürbar: Die Not an geistlichem Leben und der Rückgang an Priesterberufungen prägte diese Zeit. Damals wollte eine Gruppe engagierter und mutiger Frauen um Prinzessin Maria Immaculata von Sachsen auf diese Lage reagieren. In Freiburg begründeten sie das "Frauenhilfswerk für Priester", das den Auftrag Jesu "Bittet (...) den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden" (Mt 9,38) im Gebet mit Leben erfüllte, Priesteramtskandidaten finanziell unterstützte und sich für die Förderung eines Klimas einsetzte, in dem man sich über Berufungen freute. Aus dieser Initiative ging später das Päpstliche Werk für geistliche Berufungen hervor.

Aus Anlass dieses 90. Jahrestages lädt das Zentrum für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz zu mehreren Veranstaltungen in Freiburg ein. "Gott. Vertrauen. Wagen." - unter diesem Leitwort steht eine Wallfahrt, die vom 1. bis 3. Oktober 2016 nach Freiburg, an den Gründungsort des Frauenhilfswerkes und somit der Gebetsgemeinschaft um geistliche Berufungen, führt. Neben der Dankbarkeit für das Engagement der Frauen ist dabei auch von Bedeutung, welche Fragen sich für Christen heute ergeben.

Mit der Wallfahrt wird ein neuer Impuls im Gebet um Berufungen gesetzt. Höhepunkt ist am 2. Oktober 2016 das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Felix Genn (Münster), Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz, im Freiburger Münster, bei dem die Messe "gerufen & gesandt" von Pater Norbert Becker uraufgeführt wird. Am Nachmittag führt ein Pilgerweg mit Diözesanadministrator Weihbischof Karl Borsch (Aachen) durch die Freiburger Innenstadt an den Gründungsort der Fraueninitiative. Der Weg endet mit einer Sendungsfeier in St. Martin um 17.30 Uhr.

In der Innenstadtgemeinde St. Martin wird es während der Wallfahrtstage die Gelegenheit zur Anbetung geben. Zudem wird unter dem Titel "Frauen für Priester - 90 Jahre Einsatz für Berufungen" im Kreuzgang des dortigen Dominikanerkonvents eine Ausstellung zur Geschichte der Gebetsinitiative zu sehen sein. Eröffnet werden Ausstellung und Wallfahrt von Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch in einem Pontifikalamt am 1. Oktober 2016 um 12.15 Uhr in St. Martin. Am Abend des 1. Oktober führt ein Gesprächsabend die Wallfahrtsteilnehmer im Freiburger Priesterseminar Collegium Borromaeum zusammen. Aus verschiedenen Perspektiven findet dabei eine Annäherung an das Thema "Gebet um Berufungen" statt. Dr. Peter Wolf, Direktor des Schönstatt-Instituts, Diözesanpriester und langjähriger Regens des Freiburger Priesterseminars wird einen theologischen Beitrag leisten. Frauen, die in den vergangenen Jahrzehnten bis heute das Gebet um geistliche Berufungen getragen haben und mit Leben erfüllen, berichten von ihren Erfahrungen.(PM)

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Zentrums für Berufungspastoralwww.berufung.org unter "Gott. Vertrauen. Wagen." verfügbar.